Artikel vom Thuner Tagblatt Montag, 9. Juli 2007

22.Bluegrass Festival auf dem Grunderinseli in Thun

Rhythmus und Stimmung im Blut

Das 22. Bluegrass Festival auf dem Grunderinseli war für Jung und Alt ein be-sonderes Erlebnis. Die vier Bands aus USA, Italien und der Schweiz sorgten für tolle Stimmung und das Wetter machte den Event zum Publikumserfolg.

Bereits am Samstagnachmittag waren aussergewöhnlich viele Gäste auf dem Grunderinseli, um das herrliche Wetter, das breite Spektrum an Bluegrass-Melodien und die familienfreundliche Ambiance zu geniessen. Die Gumboot Rednex aus dem Raum Zürich sorgten als erste für Stimmung. Als nicht ganz echte Bluegrass-Formation boten sie eine hoch stehende Mischung aus Eigenkompositionen und traditionellem American und Irish Folk. Der Einsatz verschiedenster Instrumente, wie etwa die Querflöte, das Kazoo oder die Bouzouki zeugte von Experimentierfreude und vielseitigem Können. Auffal-lend war die kräftige Stimme des barfüssig auftretenden Bandleaders Wombat Jones.

Rhythmen der Spitzenklasse
Bereits im letzten Jahr waren die Lambergrass aus Italien auf dem Grunderinseli zu Gast. Im Vordergrund standen Gigi Pecora und Cinzia Reghenzani. Mit sieben Mitgliedern die grösste Band des Tages versprühte sie Temperament gepaart mit Engagement und Ausdruckskraft. Als Headliner waren The Spezial Consensus aus den USA angereist. Greg Cahill, Justin Carbon, Ashby Frank und David Thomas ernteten für ihre stimmungsvollen Rhythmen grossen Applaus.

Geburt einer Band
Nicht minder Spass machte es, den Sunny Mountain Grass zuzuhören Das Schweizer Quintett hat sich dem traditionellen Bluegrass verschrieben. Und plötzlich standen da Tabea, Arlette und Cornelia, alles versierte Country Sängerinnen und Musikerinnen auf der Bühne. Spontan haben sie die Band Red Haired Gals gegründet und machten sogleich mit einem ersten Auftritt Furore. Unterstützt wurden sie am Bass von Bänz Hadorn und Res Nobs am Banjo. Das Publikum war begeistert vom unerwarteten Akt. Am traditionellen Anlass war, vom Baby bis zum Opa, jede Altersgruppe vertreten. "Es war ein stetes Kommen und Gehen und mit rund 800 Besuchern ein Super-Erfolg. Wir freuen uns über die guten Geschäfte der Festwirtschaft und, dass es weder Vandalismus noch irgend einen Streit gab", fasste der äusserst glückliche OK-Präsident Peter Trachsel zusammen.

Verena Holzer

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